Bali.


“ Abenteuer beginnen, wo Pläne enden. „

Dies war wohl die spontanste Reise meines Lebens u. ein Abenteuer gleich von Beginn an. Ich habe schon einiges Gutes über Bali gehört, davon wollte ich mich nun selbst überzeugen. Von Cairns aus ging es mit einem Direktflug in viereinhalb Stunden auf die indonesische Insel Bali. Bereits am Flughafen wurde man mit der indonesischen Gelassenheit empfangen. Die Dame dich mich vom Flugzeug zum Gepäckband schob, ist – glaub ich – nebenher eingeschlafen 😀 Naja, dies hat sich auch im Landesinneren nicht geändert. Die Menschen hier sind sehr gelassen, entspannt und sehr freundlich. Doch leider ist das vorerst das einzig positive ..

Der Flughafen von Bali ist in der Hauptstadt Denpasar. Von dort aus ging es mit einem privaten Fahrer zum Hotel Legian Guest House. Der Weg dorthin erschreckte mich schon sehr, abgesehen vom Fahrstil der Indonesier – Fahren wo eine Lücke ist & Verkehrsregeln werden total überbewertet – war alles sehr beängstigend. Natürlich hing es auch damit zusammen, dass wir spät abends angekommen sind und alles bereits dunkel war, aber man erkannte doch gleich den Lebensstil. Nach ewiger Suche kamen wir endlich in der Unterkunft an. Auf den Bildern im Internet und in den ganzen Portalen sollte es dort sehr schön sein, doch leider können Bilder täuschen. Es war dreckig und stank – ich bin wirklich kein pingeliger Mensch, aber das war doch sehr gewöhnungsbedürftig. Im Zimmer angekommen, war dann sofort klar – hier bleiben wir keine Nacht länger. Die Wände waren voller Schimmel, dieser widerliche Gestank zog sich durch alle Zimmer durch und alle Textilien waren feucht. Na gut, mitten in der Dunkelheit aufbrechen macht kein Sinn – das Beste draus machen und erstmal schlafen.

Die Nacht war zu erwarten schlimm. Am besten nichts anfassen und versuchen zu schlafen. Nachdem wir das mehr oder weniger geschafft hatten, liesen wir uns erstmal von einem Taxi zum nahegelegenen Starbucks fahren. Kostenloses Wifi, einen guten Kaffee und eine bekannte Umgebung – dementsprechend lang hielten wir uns auch dort drin auf. Ich glaube ich sahs noch nie so lange in einem Starbucks (:

Nachdem wir das ganze Internet zwecks einer neuen Unterkunft durchforscht hatten, ging es dann mit dem Taxi zurück, unsere Rucksäcke holen und dann auf in das neue Hotel.

Auch wenn ich die Unterkunft leider niemand weiter empfehlen würde, muss ich sagen, dass die Mitarbeiter sowas von freundlich waren. Sie haben versucht uns zu helfen und haben auch direkt akzeptiert, dass wir abreisen wollen. Aus Deutschland bin ich eher gewohnt, dass man dann beleidigt ist, was eigentlich total bescheuert ist, aber diese Erfahrung habe ich des öfteren machen müssen. Daher war ich umso mehr überrascht.

Das neue Hotel war ein totales Touristenhotel. Auch wenn ich nicht der typische Deutsche bin, der im Urlaub gern nur Landsleute um sich hat, war ich hier einfach mal froh. Das Zimmer ist sauber, die Anlage ist völlig in Ordnung und das Essen auch. Das Personal ist super freundlich und hilft wo es nur kann. Leider war auch dieses Hotel nicht ganz so wie auf den Bildern – die Indonesier haben es wohl mit Photoshop 😉 aber es war um weiten besser als das Erste.

Nach einem Tag am hauseigenen Pool wollten wir auch mal die Umgebung erkunden. Leichter gesagt als getan. Ich wurde glaub noch nie so oft angestarrt als hier – ich glaub auch zu wissen warum, hier gibt es weit und breit keinen Rolli. Wie auch? Die Straßen sind kaum zu befahren und von allen Seiten kommen Roller angefahren oder man wird von einem Auto weggehupt. Ich kam mir vor wie Super Mario, irgendwie durchkommen und so gut es geht allem ausweichen (: Ach und wenn man es mal geschafft hat die Straßenseite zu überqueren ohne drauf zu gehen, dann kann man schon stolz sein.

Eins ist klar – das wird jeder der hier war, oder auch jeder Bericht im Internet bestätigen – raus aus Kuta! Kuta ist nicht Bali, Kuta ist ein typischer Touristenort und keine schöne Seite von Bali. Ich kenn leider bisher nur diese Seite, aber ich bin guter Dinge, dass sich dies in den nächsten Tagen/Wochen ändern wird. Morgen geht es auf in Richtung Norden von Bali und in hoffentlich eine schönere Gegend Bali’s ..

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6 Kommentare

  1. Ja, liebe Melanie,
    wie heißt es so schön „was uns nicht umbringt – macht uns nur stärker“!
    Kann also nur wieder besser werden 😉

  2. Viele Grüße aus dem kalten Ulm – es hat gestern zum 1. Mal geschneit. Genieße die Wärme und Sonne und viel Glück bei der Weiterreise 😀👍

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